Feierliche Eröffnung von drei Stationen der Erinnerung in Döbling am Freitag, 12.9. 2014

 

Iglaseegasse 22:

BR Stranig, Elisabeth Ben David Hindler

BR Stranig betonte, dass es für ihn eine große Ehre ist alle Angehörigen begrüßen zu dürfen und wie wichtig es für Döbling ist, sich mit den dunklen Seiten des Bezirkes zu konfrontieren.

Gerade in unserer heutigen Zeit sollen wir wachsam sein und Zivilcourage zeigen.

Judith Adler von der IKG fühlt sich geehrt bei dieser Veranstaltung dabei zu sein und zu sprechen.

Die Steine sind sehr bedeutungsvoll. Sie möchte die Erinnerungssteine am liebsten in der Mitte des Gehsteiges, damit sie sichtbarer sind.

Elisabeth Ben David Hindler,Tom Schiller, David Rift, Elisabeth März

Elisabeth Ben David Hindler weist auf die Bedeutung der Steine als symbolische Grabsteine hin.

Das Projekt dieser Gedenksteine wird von der Stadt Wien und vielen Institutionen unterstützt.

Tom Schiller zeigte auf, welche Bedeutung der Erinnerungsstein für die ganze Familie hat, die über die Welt verstreut lebt.

Mairi Barkei las das Gedicht „Der Judenstern“ geschrieben von Hugo Rechnitzer (Großvater vom Tom Schiller).

[download „Der Judenstern“ von Hugo Rechnitzer als PDF]

Den musikalischen Rahmen der gesamten Veranstaltung gestaltete Martin Auer mit sehr berührenden teils eigenen Kompositionen und Texten. Kantor Lerner schloss in sein Totengebet alle jüdischen Leute, die ermordet wurden, ein.

 


 

Gebhardtgasse 3:

Martin & Nani Auer

Familie Auer gedenkt ihre Großeltern, Ur- und Ur-Urgroßeltern. Robert und Ernestine Auer haben bis zum November 1938 in diesem Haus gewohnt.

Martin Auer unterstrich: „ Man muss die Geschichte sehr gut verstehen, damit man auch verhindern kann, dass so etwas wieder passiert“.

Nani Auer las den letzten Brief ihrer Großeltern vom 5. August 1942

http://juedisches-wien.dort.pw

 


 

Hohe Warte 32:

Johann Golop hob hervor, dass der Faschismus dort beginnt, wo wir es unterlassen, ihm mit friedlichen Mitteln zu begegnen.

Wir haben die Verpflichtung solche Greuel niemals wieder zuzulassen.

Judith Adler meinte, wir können nur wachsam sein, wenn wir die Vergangenheit nicht vergessen.

Ina Piffl-Stainoch, Jasmin Freyer, Judith Adler

Jasmin Freyer gedenkt ihrer Ur-Urgroßmutter. Jasmin Freyer meinte zwei Personen waren für das Setzen der Tafel so wichtig für sie, Elisabeth Ben David Hindler und Ina Piffl-Stainoch, die bei der Aktion „Letter to the Stars“ eine weiße Rose für ihre Ur-Urgroßmutter vor der Hohen Warte 32 ausgelegt hat und heute zur Eröffnung der Tafel wieder mit einer weißen Rose gekommen ist.