Feierliche Eröffnung des 11. Teils des Weges der Erinnerung durch die Leopoldstadt am Sonntag, 21. Mai 2017

 

In die Haidgasse 3 kamen ca. 60 Menschen (Angehörige, Bezirksvertretung, BewohnerInnen vom 2. Bezirk, interessierte WienerInnen und FreundInnen des Vereins) zur feierlichen Eröffnung. Die Gruppe Avanim stimmte mit dem Lied „Volt ich gehalt kojech“ ein. Dann begrüßte Matthias Beier sehr herzlich die Angehörigen und alle Anwesenden. Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger begleitet und unterstützt den Verein seit Beginn und freute sich sehr, dass sie jetzt im Namen des Bezirks bei dieser Zeremonie sprechen kann. Sie wies darauf hin, dass die Steine nachhaltig die Leopoldstadt sehr beeinflussen.

„Jeder Name auf den Steinen steht für einen Menschen, der hier in der Leopoldstadt gelebt, gewohnt, geliebt, gearbeitet … hat . So eine Diskriminierung von Bevölkerungsgruppen darf es nie mehr geben.“
(Link zur Rede in gesamter Länge)

Matthias Beier betonte: „Mit Hilfe der Steine findet die symbolische Rückkehr der Opfer an den Mittelpunkt ihres Lebens statt.“ Wien weit hat der Verein bis jetzt 400 Steine gesetzt, fast die Hälfte davon in der Leopoldstadt.

Besonderer Dank erging an Peter Mlczoch für seine Unterstützung (Plan und Organisation), Jarmila Böhm (Layout der Broschüre) und Rudi Forster Lektorat der Broschüre). Avanim beendete mit „am Ende Mir leben ejbig“ die Zeremonie.

Anschließend besuchten wir in der großen Gruppe unter der Leitung von Daliah Hindler die einzelnen Stationen.


 

Lilienbrunngasse 11
Eröffnung einer Wandtafel

Howard Jaeckel mit seiner Familie aus New York angereist, gedenkt seiner Großeltern Friederike und Hermann Jaeckel. Auch die HausbesitzerInnen, die Immobilien Gruppe Steiner, haben ihren Beitrag zum Gedenken und zur Wandtafel geleistet.


 

Rotensterngasse 16

Der Enkel Victor Wagner gedenkt seines Großvaters Erich Wagner.

Victor Wagner ist sehr glücklich, dass es jetzt diesen Stein für seinen Großvater gibt und an ihn erinnert.

 

 


 

Malzgasse 9

Frances Zamcheck und ihre Familie sind aus New York angereist und gedenken ihrer Großeltern Else und Samuel Adler. Frances Zamcheck ist dankbar, dass nun sie und ihre Familie einen „Gedenkplatz“ haben.

 


 

Obere Donaustraße 7

Carol Mutterperl ist mit ihrer Familie und drei Enkeln aus New York angereist. Sie gedenken ihres Großvaters Max Frieser.

Dank Peter Mlzoch fand die Mittagspause in den Räumlichkeiten der Gebietsbetreuung Max Winter Platz statt. Matthias Beier sorgte mit dem köstlichen Eintopf, Brot und Getränken für das leibliche Wohl und die Zufriedenheit aller.

 


 

Wolfgang Schmälzlgasse 10

Rachel Igel ist mit ihrer Familie aus Los Angeles angereist. Sie ist die Enkelin von Biene Igel, der wir bei dieser Station gedenken. „Meine Großmutter hat immer davon geträumt, dass die Familie wieder vereint wird. Das ist nicht gelungen.“

 


 

Novaragasse 46

Paul Neustadl gedenkt seiner Großeltern Johanna und Jakob Neustadl.

 


 

Darwingasse 20

Die Enkelin Linda Alcalay ist aus Israel und die Enkeln Joel Ellenbogen und Jeffrey sind aus Maryland/USA angereist. Sie gedenken ihrer Großmutter Lea Ellenbogen.

 


 

Nordbahnstraße 32

Die Nichte Dinah Rosenberg aus Israel gedenkt ihrer Großeltern Jolan und Bezalel Richter.