Eröffnung einer Station der Erinnerung in Wieden

 

Am 27.4. 2011 wurde der Stein der Erinnerung für Berta Camilla Hartlieb von Wallthor in der Lambrechtgasse 13 eingeweiht und damit ein großer Wunsch von Herrn Arthur Hartlieb-Wallthor und seiner Frau Friederika Richter erfüllt.
Es waren der Bezirksvorsteher Leopold Plasch sowie zahlreiche Bezirksräte anwesend.

Elisabeth Ben David-Hindler hielt eine einleitende Rede, in der sie alle Anwesenden begrüßte und die Arbeit des Vereins Steine der Erinnerung vorstellte, der seit diesem Jahr in 11 Bezirken arbeitet.

Der Bezirksvorsteher dankte dem Verein für seine wertvolle Arbeit.

Die Malerin und Schriftstellerin Friederika Richter erzählte über die umfangreichen Recherchen, die sie über Berta Camilla, genannt „Milla“, gemacht hat. Sie hat deren Nachlass zu einem Buch verarbeitet.

Sie sprach über den engen Bezug, den sie durch ihre Recherchearbeit zu „Milla“ bekommen hat und strich die Bedeutung des Steins der Erinnerung für sie persönlich hervor.

„Ich hab sie in sechstausend Briefen gesucht. Nun hab ich sie wieder hier.“ Sie sagte auch, dass sie Berta Camilla oft besuchen werde.

Zum Schluss sprach der Schauspieler Klaus Rott, der der evangelischen Gemeinde Gumpendorf angehört, in der sich Berta Camilla 1900 gemeinsam mit ihrer Tochter taufen ließ. Er sprach über die Rolle der evangelischen Kirche während des zweiten Weltkriegs, die „sich auch nicht mit Ruhm bekleckert habe“. Doch es sei gut, dass es diesen Stein nun gäbe. „Ich bin in Gedanken bei ihr.“