Eröffnung September 2019

Feierliche Eröffnung von drei Stationen der Erinnerung in Währing am 19.9.19

Im Josef Kainz Park treffen sich rund 50 Personen – Angehörige, BezirkspolitikerInnen, InitiatorInnen von Steinen, Freunde des Vereins und interessierte BewohnerInnen von Währing – zur Eröffnung von drei neuen Stationen der Erinnerung. Roswitha Hammer begrüßt alle TeilnehmerInnen sehr herzlich und bedankt sich bei Peter Mlczoch, Rudi Forster und Anneliese Steiner für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Frau Bezirksvorsteherin Silvia Nossek dankt allen, die heute gekommen sind. In ihrer Rede betont sie, dass Währing  während des Naziregimes in der Brutalität keine Ausnahme war. Deshalb brauchen wir die Erinnerung an die Menschen, die als Nachbarn hier gelebt haben. Die Schmerzen und die Verzweiflung können wir nicht ungeschehen machen aber die ehemaligen BewohnerInnen bekommen wieder ihren Platz im Bezirk.

Gemeinsam gehen wir zu den einzelnen Stationen.

Türkenstraße 44 (Wandtafel)

Wir gedenken Friedrich Schöns und dessen Tochter Klara.

Die Initiatorin ist Elisabeth Jesenberger. Sie erzählt, dass sie den Architekt Schön von Erzählungen ihrer Mutter kennt, die beim Architekt Schön gearbeitet hat.  Sein Satz: „Man muss die Menschen nehmen wie sie sind“ wurde zum geflügelten Wort in ihrer Familie.

Finanziert hat den Stein die Architektenkammer. DI Thomas Hoppe ist sehr betroffen und meint: „Es ist die erste Tafel. Und das ist der Beginn der Aufarbeitung. Wir wollen uns bemühen, dass wir uns an jeden einzelnen erinnern …“ DI Bernhard Sommer würdigt den Architekt Schön als Kollegen und betont die Verantwortung, die sie als Organisation tragen.

Der Stein für Paula Juhn wurde vom Verein Steine der Erinnerung initiiert.

Bastiengasse 61

Wir gedenken Dr.Wilhelmine Löwenstein-Brills und Miriam Rose Silberers und der während des NS-Regimes vertriebenen und/oder ermordeten Soroptimistinnen.

Viele Soroptimistinnen nehmen an der Feier teil, auch zwei Damen aus Israel.

Die Initiatorin der Steine Karin Haas-Trummer erzählt über das Leben von Miriam Rose Silberer. Wir erfahren etwas über Wilhelmine Löwenstein-Brill und dem Soroptimist Club Österreich, der von einer Gruppe außergewöhnlicher und mutiger Frauen in den 20iger Jahren des 20. Jhdts. gegründet wurde.

 

Die Saxophonspielerin Dorly Kapeller sorgt für musikalische Umrahmung.

 

Hockegasse 61

Wir gedenken des Ehepaars Albert und Philippine Singers. Der Initiator, der Enkel aus Australien kann leider nicht anwesend sein.

 

 

 

Daliah Hindler liest den Text aus der Broschüre.